Trommeln aufrecht halten

1. Trommeln aufrecht halten

Trommeln dürfen nur in aufrechter Position gelagert und gehandhabt werden, wobei sie auf ihren Flanschen ruhen müssen. Legen Sie eine Trommel niemals flach auf die Seite, da dies dazu führt, dass sich Kabelwicklungen verschieben und verheddern. Auf instabilem Untergrund oder wenn lokale Vorschriften es erfordern, „verkeilen“ Sie die Trommeln mit Keilen, um unerwünschte oder gefährliche Bewegungen zu verhindern.

Gabelstapler oder Kran verwenden

2. Geeignete Hebezeuge verwenden

Beim Entladen oder Bewegen von Trommeln dürfen nur mechanische Hebezeuge wie Gabelstapler oder Krane verwendet werden. Stellen Sie sicher, dass die Tragfähigkeit des Geräts das Gewicht der Trommel übersteigt.

Die Gabelstaplerzinken müssen länger sein als die Gesamtbreite der Trommel, um sicherzustellen, dass sie vollständig unter beide Flansche reichen. Fahren Sie die Trommel von der Flanschseite an (im 90°-Winkel zu den Flanschen). Versuchen Sie niemals, eine Trommel an den „Sprossen“ (dem Holz zwischen den Flanschen) oder nur an einem Flansch anzuheben, da dies dazu führen kann, dass die Trommel zusammenbricht oder vom Kern abreißt. Sobald die Trommel angehoben ist, kippen Sie den Mast leicht zurück, damit die Trommel sicher in den Gabeln bleibt. Halten Sie die Last 15–20 cm über dem Boden, um zu vermeiden, dass die Flansche auf unebenen Oberflächen schleifen.

In Pfeilrichtung rollen

3. Rollrichtung

Trommeln dürfen nur über kurze Strecken gerollt werden, vorausgesetzt, der Untergrund ist glatt und frei von Hindernissen. Das Rollen muss ausschließlich in Richtung des auf den Flanschen aufgemalten Pfeils erfolgen, um die Spannung der Kabelwicklung aufrechtzuerhalten.

Hinweis: Der Pfeil gibt die Rollrichtung der Trommel für Transport und Lagerung an; er ist nicht die Kabelzugrichtung.

Trommeln gut sichern

4. Befestigung für den Transport

Trommeln dürfen nur in aufrechter Position transportiert werden. Sie müssen mit Keilen fest gesichert werden, um ein Rollen während des Transports zu verhindern; diese Keile müssen an den Rändern der Flansche positioniert werden und niemals zwischen den Flanschen. Die Verwendung von Steinen oder unregelmäßigem Schutt als Unterlegkeile ist strengstens verboten.

Für schwere oder spezialisierte Lasten muss die Befestigung mit Seilen oder Gurten erfolgen, die durch das zentrale Spindelloch und, wo nötig, über die Trommelflansche geführt werden. Eine Befestigung mit Seilen, die nur die Sprossen der Trommel kreuzen, ist strengstens verboten. Trommeln sollten durch Keile gestützt werden.

Trommel niemals fallen lassen

5. Trommeln niemals fallen lassen

Beim Entladen von Fahrzeugen (Lastwagen, Schiffe, Eisenbahnwaggons oder andere Transportmittel) müssen immer geeignete Hebezeuge wie Gabelstapler oder Krane verwendet werden. Lassen Sie Trommeln niemals fallen, selbst aus geringer Höhe.

Der Aufprall beim Fallenlassen kann sofortige strukturelle Schäden an den Trommelflanschen und eine interne Verschiebung der Kabelwicklungen verursachen. Dies führt zu Defekten, die möglicherweise erst bei der Installation des Kabels sichtbar werden und potenziell zu optischen Fehlern oder Leistungsproblemen führen können. Stellen Sie immer sicher, dass jedes verwendete Hebegerät nur von autorisiertem Personal bedient wird und niemals seine zulässige Gewichtskapazität überschreitet.

Vorsicht vor Nägeln

6. Sicherheit von Beschlägen

Bei einigen Kabeln sind die Sprossen (Holz zwischen den Flanschen) mit Nägeln oder Bändern am Trommelflansch befestigt, um sie während des Transports zu schützen. Seien Sie äußerst vorsichtig bezüglich der Nägel und Stahlbänder, die an den Sprossen verwendet werden, da diese Personal erhebliche Verletzungen zufügen oder tiefe Kerben in den Kabelmantel während des Abspulvorgangs verursachen können. Überprüfen Sie immer die Trommeloberfläche auf hervorstehende Beschläge, bevor Sie sie handhaben, einschließlich der Innenseite der Flansche, um sicherzustellen, dass keine Nägel vorhanden sind.

Inneres Ende lösen

7. Das innere Ende lösen

Bevor Sie eine Zugoperation beginnen, muss das innere Ende des Kabels – das typischerweise durch ein Loch im Trommelflansch gesichert ist – vollständig gelöst werden, damit es frei ist. Sie müssen alle Stahlschutzabdeckungen, Seile oder Nägel in der Nähe der Austrittsstelle entfernen, um sicherzustellen, dass keine Hindernisse das Kabel beim Drehen der Trommel verfangen können.

Während das Kabel abgerollt wird und der Trommeldurchmesser abnimmt, kann sich das innere Ende aufgrund von Spannungsverschiebungen bewegen; es sollte während des Zuges in regelmäßigen Abständen überwacht und neu gesichert werden, um ein Flattern oder Verfangen am Trommelständer zu verhindern. Mit fortschreitendem Zug wird mehr Kabel freigegeben, und das Nichtlösen dieses Endes kann dazu führen, dass das Kabel knickt oder ein „Kabelaufwicklungs“-Defekt entsteht, bei dem das Kabel gegen den Trommelkern gequetscht wird, was das Kabel blockieren und ein weiteres Abspulen verhindern kann.

Achter-Schleifen

8. Wickeltechnik

Wenn es notwendig ist, Kabel während der Installation oder zur vorübergehenden Lagerung lose auf dem Boden zu verlegen, verwenden Sie immer ein Achter-Wickelmuster. Diese spezielle Technik ist unerlässlich, da sie die mechanischen Spannungen innerhalb des Kabels neutralisiert; für jede Schleife in eine Richtung wird die nächste Schleife in die entgegengesetzte Richtung gelegt, wodurch die Akkumulation von Torsionskräften effektiv verhindert wird.

Sie dürfen niemals direkte kreisförmige Schleifen verwenden. Einfaches kreisförmiges Wickeln führt bei jeder einzelnen Umdrehung eine vollständige 360°-Verdrehung in das Kabel ein, was unweigerlich zu starkem Knicken, Verdrehen des Kabels und dauerhaften Schäden an den internen Elementen führt, wenn das Kabel wieder gerade gezogen wird. Eine korrekte Achter-Wicklung stellt sicher, dass das Kabel in seinem ursprünglichen Herstellungszustand bleibt, wodurch es während der letzten Installationsphase mühelos und ohne Defekte gezogen werden kann.

Kabelenden versiegeln

9. Feuchtigkeitsschutz

Alle Kabelenden müssen jederzeit vollständig mit wasserdichten Endkappen versiegelt sein, um das Eindringen von Wasser zu verhindern, da Feuchtigkeit zu einem vorzeitigen Kabelausfall führen kann. Wird ein Kabel während der Installation geschnitten, sollte das freigelegte Ende sofort wieder versiegelt werden, um die Integrität des Kabels zu erhalten.

Trommeln sollten nicht in überflutungsgefährdeten Bereichen gelagert werden; es ist vorzuziehen, Rollen erhöht auf Hölzern oder anderen Unterlagen zu lagern, um direkten Kontakt mit feuchten Oberflächen zu vermeiden. An feuchten Orten ist es ratsam, mindestens 3 Zoll (ca. 7,5 cm) Abstand zwischen den Rollen zu lassen, um die Luftzirkulation zu ermöglichen, was Kondensation und Fäulnis an Holflanschen vorbeugt. Für die Langzeitlagerung müssen Trommeln in einen Innenbereich mit Klimatisierung verbracht werden, um das Kabel vor Umweltdegradation zu schützen.

Biegeradius und Zugkraft

10. Technische Grenzen

Die Einhaltung der physikalischen Grenzen des Kabels ist zwingend erforderlich, um dessen volle Leistung und die längstmögliche Lebensdauer zu gewährleisten. Sie dürfen niemals den minimalen Biegeradius oder die maximal zulässige Zugspannung für den spezifischen Kabeltyp überschreiten.

Der minimale Biegeradius während der Installation sollte typischerweise dem 15-fachen des Außendurchmessers des Kabels entsprechen oder größer sein, sofern nicht anders auf dem Datenblatt angegeben. Ein schärferes Biegen eines Kabels als dieses Limit kann dauerhafte strukturelle Schäden an den internen Kabelelementen verursachen. Ebenso kann das Überschreiten der maximal zulässigen Zugkraft die internen Komponenten über ihre Elastizitätsgrenze hinaus dehnen, was zu Defekten führt, die dazu führen können, dass das Kabel sofort oder kurz nach der Installation ausfällt.

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